RETTEN - BERGEN - LÖSCHEN - SCHÜTZEN

Unsere Chronik

Auch das 90jährige Bestehen der Wehr wurde in würdigem Rahmen mit einer Feier­stunde im großen Saal des Gemeindezentrums am 8.10.1995 begangen. Hierbei gratulierten zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens der Wehr und sprachen Dank und Anerkennung für ihre stete Einsatzbereitschaft zum Wohle der Allgemeinheit aus.

 Zu den Gratulanten zählten Bürgermeister Willi Riedel, und Gemeindevertreter-Vorsteher Philipp Brust für die Gemeinde. 1. Kreisbeigeordneter Dr. Michael Reuter für den Odenwaldkreis und die damaligen Landtagsabgeordneten Inge Velte und Dieter Nolte sowie die Bürgermeisterin Ursula Dürer aus Wallbach (Thüringen) und Bürgermeister Gerald Helber (Leißling, Sachsen-Anhalt).

Das Jubiläumsprogramm beinhaltete auch eine Ausstellung der Umweltberatung zum Thema: „Solarwärme lohnt und wird belohnt“ sowie Kinderbelustigungen und eine Kurzübung der aktiven Wehr mit der Jungendfeuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz.

Neben ihren eigentlichen Aufgaben als Feuerwehr (Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung) kam jedoch auch die Kameradschaft und das gesell­schaftliche  Leben bei der Jubiläumswehr nicht zu kurz. Zahlreiche Veranstaltungen hatten und haben ihren festen Platz im Brensbacher Veranstaltungskalender.

Waren es in früheren Zeiten Kameradschaftsabende Kostüm- und Feuerwehrbälle, die im jährlichen Rhythmus abgehalten wurden und in den 80er Jahren Kirchweih­tänze im Gemeindezentrum, so ist es heute die beliebte Zeltkerb in der Karl-Maser-Straße, die nicht nur von der Brensbacher Einwohnerschaft sehr gerne gefeiert wird und jeweils Anfang September an 5 Tagen stattfindet.

Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die Mehrtagesfreizeiten, die um Christi Himmel­fahrt stattfinden und anfangs von Fritz Oldendorf und später dann von Wehrführer Klaus Zeisel seit Jahren mit großem Erfolg organisiert werden.

Auch die traditionellen Winterwanderungen, die jährlich „zwischen den Jahren“ stattfinden, erfreuen sich großer Beliebtheit bei den aktiven Mitgliedern.

Die Festivitäten zum 100jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Brensbach im Jahre 2005 begannen im April mit der akademischen Feier, auf die wir alle stolz sein konnten. Wir hörten nur positive und begeisternde Worte von unseren Gästen aus nah und fern.

Das Jubiläumsfest im Juni wurde am Freitag mit einer Sternfahrt von 56 verschiedenen Feuerwehrfahrzeugen durch Brensbach  eröffnet. Am Nachmittag kamen auch unsere französischen Feuerwehr­kameraden aus Ezy-sur-Eure in unserer Gemeinde an. Ab 23:00 Uhr kam die Jugend und Junggebliebenen mit ihrer Feier–Night zum Zuge, wobei man feststellen konnte, dass der Begriff eine sehr große Spanne aufweist. Am Samstag Nachmittag gab es noch eine groß angelegte Übung im Bereich des Gemeindezentrums und am Abend gaben die Schlossbergbuwe in einem vollbesetzten Festzelt ihr bestes.

Der Sonntag begann mit einem Frühschoppen mit unserer Blaskappelle in einem gut besuchten Festzelt. Parallel dazu liefen auch schon die Vorbreitungen zum Höhepunkt unserer Veranstaltung, dem  Festzug, der am Nachmittag durch die Strassen von Brensbach zog und von vielen Zuschauern verfolgt wurde. In einem bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt kochte regelrecht bis zum Abend die Stimmung. Mit den Klängen der Flamingos ging dieses große Fest am Sonntagabend zu Ende.

100 Jahre Kampf für die Rettung wertvollsten Gutes vor den vernichtenden Flammen. 100 Jahre stete Einsatzbereitschaft im Dienste ihrer Nächsten, wahrlich ein schönes, gutes Streben, welches egoistische Ziele ausschließt. Darum gebührt allen Männern und Frauen großer Dank und höchste Anerkennung.

Der im Frühjahr 2005 neu gegründete Gefahrgutzug Gersprenztal, der sich aus Fahrzeugen und Personal der Feuerwehren der Gesamtgemeinde Brensbach,  der Gesamtgemeinde Reichelsheim und der Gemeinde Fränkisch-Crumbach zusammen setzt, musste im ersten Jahr gleich dreimal seine Schlagkraft unter Beweis stellen. Einsätze in Brensbach, Nieder-Kainsbach und Bockenrod zeigten, dass eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit der richtige Weg ist, um mit den sich stetig wandelnen Anforderungen und Bedingungen Schritt zu halten.

Die Blaskapelle verzeichnete 2005 mehrere Abgänge und war so leider nicht mehr spielfähig. Der Spielbetrieb musste zum 31.12.2005 eingestellt werden.