RETTEN - BERGEN - LÖSCHEN - SCHÜTZEN

Unsere Chronik

Die Einweihung des neuen Gerätehauses mit Unterrichtsraum erfolgte am 28.08.1971.

Kurze Zeit vorher war die Anschaffung eines modernen Löschfahrzeuges vom Typ LF 8 und die Ausrüstung mit Atemschutzgeräten erfolgt. Erste entscheidende Schritte zur Modernisierung des Feuerlöschwesens in Brensbach waren damit getan. Für die Wehr setzte damit eine stete Aufwärtsentwicklung ein.

Die Erfolge der Wettkampfmannschaften, die innerhalb der Einsatzabteilung gebildet wurden, bestätigen immer wieder den guten Ausbildungsstand der Brensbacher Feuerwehr.

Zur Heranbildung des Nachwuchses für den aktiven Feuerwehrdienst hatte man im Jahre 1972 eine eigenständige Jugendfeuerwehr gegründet. Viele junge Kamera­dinnen und Kameraden konnten seither schon in die Einsatzabteilung übernommen werden, wo sie mit großem Idealismus und viel Engagement ihren Dienst versehen. 

In das Jahr 1972 fiel die Zusammenlegung der umliegenden Gemeinden zur Großgemeinde Brensbach und die Eingliederung in den Odenwaldkreis. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Feuerwehren. Unter der Führung unseres Ortsbrand­meisters Friedrich Oldendorf, der einstimmig für diese Aufgabe gewählt wurde, gehörten nun alle Feuerwehren der einzelnen Ortsteile organisatorisch zusammen. Viele Gemeinschaftsübungen verbesserten wiederum die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft zum Schutz von Hab und Gut aller Einwohner.

Schon bald sollte sich zeigen, wie wichtig für eine Gemeinde wie Brensbach eine gut ausgebildete und ausgerüstete Wehr im Ernstfall ist. In der Nacht vom 22. auf den 23.12.1973, ein Datum, das viele Einwohner sicher noch nicht vergessen haben, brach im Gemeindezentrum ein Großbrand aus. Es wurden dabei Mehrzweckhalle, Foyer, Gastwirtschaft, Kegelbahn und einige Nebenräume vernichtet. Gut zwei Stunden nach der Alarmierung hatten unsere Feuerwehrmänner mit Unterstützung der Kameraden aus Groß-Bieberau, Wersau, Höllerbach und Höchst den Brand im wesentlichen unter Kontrolle. Es war gelungen, die gesamte Gemeindeverwaltung, die Bücherei, das Hausmeistergebäude, den Kindergarten sowie das eigene Gerätehaus vor den Flammen zu retten.

In den folgenden Jahren konnte die technische Ausrüstung der Feuerwehr weiter verbessert und bis ins Jubiläumsjahr auf einen fast optimalen Stand gebracht werden.

So war es aufgrund großzügiger finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde möglich, ein Löschfahrzeug vom Typ LF 16 anzukaufen und dies mit Hilfe einer Spendenaktion mit modernstem Gerät zu bestücken. Der Umbau des Fahrzeuges erfolgte in etwa 280 Arbeitsstunden durch die Feuerwehr.

Bei der Übergabe, im Frühjahr 1975, wurde damals im Rahmen einer Gemein-schaftsübung aller Wehren der Großgemeinde die zentrale Alarmierungsanlage in Betrieb genommen. Es folgte die Einführung der sog. „Stillen Alarmierung“, bei der eine Einsatzmannschaft mit Meldeempfängern ausgerüstet, Tag und Nacht zu erreichen und damit einsatzbereit ist. 

Das 75jährige Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr Brensbach wurde in der Zeit vom 19. bis 22. Juni 1981 gefeiert. Unter der Schirmherrschaft des damaligen Land- rats des Odenwaldkreises Dr. Baldur Nothhardt richtete die Brensbacher Wehr gleichzeitig den Kreisfeuerwehrtag verbunden mit dem Kreisspielmannszugtreffen auf dem Festplatz am Gemeindezentrum aus. Alles in allem eine große Herausforderung für die Brensbacher Wehr, die aber dank des Zusammenwirkens mit der Gemeinde und den örtlichen Vereinen hervorragend gelöst wurde. Den eigentlichen Festtagen vorgeschaltet fand am 19. April 1980 eine akademische Feier in der Sporthalle des Gemeindezentrums statt, an der zahlreiche Abordnungen befreundeter Wehren, die örtlichen Vereine und viele Repräsentanten des öffentlichen Lebens teilnahmen. Auch  eine Delegation aus der französischen Partnergemeinde Ezy-sur-Eure war angereist und überreichte ein Geschenk der dortigen Wehr. 

Frühmorgens gegen 4.00 Uhr klang dieser wahrhaft festliche Abend aus“, schreibt Chronist Wilhelm Trinkaus über diesen Kommersabend.

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres 1980 war die Ausrichtung des 7. Kreisjugend-feuerwehrtages des Odenwaldkreises. Er fand in der Zeit vom 11. – 13.07. im Gemeindezentrum statt.

Da der Bolzplatz wegen eines Dauerregens für das traditionelle Zeltlager nicht genutzt werden konnte, mussten die Jugendlichen im Gemeindezentrum, dem Feuerwehrgerätehaus und im DRK-Heim untergebracht werden. Trotz dieser widrigen Umstände konnte das Festprogramm reibungslos abgewickelt werden und wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern begeistert angenommen.

Im Jahre 1981 veränderte sich die Struktur der Brensbacher Wehr in der Weise, dass erstmals 9 Frauen in den aktiven Dienst übernommen werden konnten.

Die positive Entwicklung der Wehr setzte sich in den kommenden Jahren kontinuierlich fort. Für die Verantwortlichen war dies jedoch mit einem großen Zeitaufwand und somit Verzicht auf ihre Freizeit verbunden, da alle neuen Aufgaben ehrenamtlich bewältigt werden mussten. Als leuchtendes Beispiel ist in diesem Zusammenhang Fritz Oldendorf zu nennen, der die Leitung der Wehr bereits im Jahr 1956 übernommen hatte. Das Jahr 1984 brachte dann einen Wechsel in der Führung der Brensbacher Feuerwehr: Der seit 29 Jahren amtierende 1. Vorsitzende Friedrich Oldendorf übergab sein Amt an den heutigen Vorsitzenden Fredy Büchler. Der Feuerwehrmann aus Leidenschaft Friedrich Oldendorf wurde Ehrenvorsitzender und steht heute noch mit 77 Jahren seiner Feuerwehr mit Rat und Tat zur Verfügung.

Das Jahr 1985 stand im Zeichen der Feier des 80jährigen Jubiläums der Wehr. Die Feierlichkeiten fanden in der Zeit vom 7. bis 9. Juni unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Willi Riedel statt. Das Fest wurde am Freitag Abend mit einem Fackelzug durch das festlich geschmückte Brensbach eingeleitet. Eine Großübung auf dem Betriebsgelände der Firma Ritter mit anschließender Übergabe einer neuen Leiter vom Typ AL 16/4 sowie der große Festzug am Sonntagnachmittag bildeten weitere Höhepunkte einer sehr schönen Jubiläumsfeier.