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Digitalfunk

Nachdem wir bereits Ende 2013 die 2-Meter Band Handsprechfunkgeräte durch neue digitale Geräte ersetzt haben, folgte nun im ersten Halbjahr 2015 die Umstellung der Fahrzeugfunkgeräte und der Feststation.

Was bietet der Digitalfunk gegenüber dem vorherigen Analogfunk?

Vorteile sind sicherlich, dass jeder Funkteilnehmer anhand der Gerätekennung eindeutig identifizierbar ist, und dass durch die verschlüsselte Übertragung eine gewisse Abhörsicherheit gegeben ist. Auch hat sich die Kommunikation mit der Leistelle vereinfacht, da Meldungen wie "Aus zur Einsatzstelle", "Einsatzstelle Ankunft" nun nicht mehr gesprochen, sondern einfach per Knopfdruck übermittelt werden. Handsprech- sowie die festeingebauten Funkgeräte verfügen nun über eine Notruf-Funktion und können sowohl direkt untereinander (Einsatzstellenfunk), wie auch unter Nutzung des Digitalfunknetzes kommunizieren.

Gewöhnungsbedürftig ist sicherlich, dass die Geräte in der Nutzung etwas Geduld erfordern und teils auch komplizierter geworden sind. Wer jedoch noch ein älteres Handy mit Tasten gewohnt ist, sollte mit der Bediehnung der neuen Geräte doch zügig klar kommen. Während im Analogfunk die Qualität der Verbindung bei Störungen schlechter wird und irgendwann abbricht, bleibt sie im Digitalfunk zwar länger stabil, reißt ab einem gewissen Punkt dann aber abrupt ab.

Jeder Kommune ist für den Einsatzstellenfunk (direkte Kommunikation zwischen den Geräten) eine feste Gesprächsgruppe zugewiesen. Diese unterscheidet sich von den Gesprächsgruppen der angrenzenden Kommunen, um gegenseitige Störungen im Funkverkehr bei gleichzeitigen Einsätzen zu vermeiden. Neben dieser fest zugeilten Gesprächsgruppe stehen im direkten Betrieb noch weitere "Kanäle" für zusätzliche Einsatzabschnitte oder Führungsgruppe zur Verfügung.

Zur Kommunikation mit der Leitstelle sind wir im Digitalfunknetz der Betriebsgruppe Feuerwehr angegliedert. Dies ersetzt das alte 4-Meter Band. Sollten im Kreisgebiet mehrere Einsätze gleichzeitig abgearbeitet werden müssen, kann automatisch eine Verschiebung in eine eigene Einsatzgruppe erfolgen. Hier ist die Kommunikation mit der Leitstelle weiterhin möglich, eine Beeinträchtigung durch den Funkverkehr parallel im Kreisgebiet laufender Einsätze entfällt aber.

Der ELW 1 als Kommunikationszentrale vor Ort

Im ELW 1 sind drei Digitalfunkgeräte fest eingebaut. Ein Gerät dient der Kommunikation mit der Leitstelle und ggf. nachrückenden Einheiten. Ein weiteres ist immer auf die Einsatzstellengesprächsgruppe eingestellt. Das dritte Gerät steht für Sondergesprächsgruppen zur Verfügung, in der Regel ist dies die Führungsgesprächsgruppe.

Des weiteren werden im ELW 1 vier Handsprechfunkgeräte vorgehalten. Eines hiervon trägt immer der Zugführer bei sich. Die verbliebenen drei Handsprechfunkgeräte werden bei Bedarf an zusätzliche Abschnittsleiter ausgegeben.

Die Feststation im Feuerwehrgerätehaus

Im Büro des Feuerwehrgerätehauses ist die Feststation (Florian Brensbach) untergebracht. Sie verfügt über zwei fest eingebaute Digitalfunkgeräte. Besetzt wird sie bei größeren Schadenslagen oder bei einer Häufung von Einsätzen wie z.B. Unwetterlagen. Hierbei stehen wir mit der Leitstelle telefonisch in Kontakt und koordinieren von hier aus die Abarbeitung der anfallenden Einsätze im Gemeindegebiet.


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